Schneider-Ammann schaut mit Merkel in die Zukunft

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Schneider-Ammann schaut mit Merkel in die Zukunft

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Schneider-Ammann schaut mit Merkel in die Zukunft

Der Schweizer Bundespräsident hat die deutsche Bundeskanzlerin an der Computermesse Cebit getroffen. Dort ließen sich die beiden die neuesten Gadgets zeigen.

Die Schweiz ist erstmals Partnerland der größten Computermesse der Welt, Cebit. In Hannover präsentieren sich bis Freitag 3300 Unternehmen aus etwa 70 Ländern. Die Cebit hatte am Montag im Beisein von Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und dem deutschen Vizekanzler Sigmar Gabriel ihre Tore geöffnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel liess dieses Jahr die Eröffnungsveranstaltung aus.

Die Kanzlerin forderte am Dienstag auf ihrem Rundgang mehr Tempo beim digitalen Umbau der Wirtschaft in Europa. Die Verschmelzung heutiger Angebote mit dem Internet müsse schneller kommen – denn das Potenzial für mehr Effizienz sei beträchtlich.

Start-up-Landschaft beleben

Die Digitalisierung der gesamten Wirtschaft ist das zentrale Thema der diesjährigen Cebit. Die deutsche Regierung setzte am Dienstag neue Massnahmen in Gang, um die Lücke bei Risikokapital für junge Wachstumsunternehmen in Deutschland zu schliessen und die Start-up-Landschaft zu beleben.

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Das deutsche Wirtschaftsministerium und die staatliche Förderbank KfW starteten einen Investitionsfonds von 225 Millionen Euro für Start-up-Firmen in der frühen Wachstumsphase. Expandierende Firmen sollen zudem leichter an Risikokapital über Fondsinvestoren kommen. Dafür stehen weitere 500 Millionen Euro aus dem Europäischen Investitionsfonds sowie dem ERP-Sondervermögen des Bundes bereit.

Schneider-Ammann hatte am Montag angekündigt, dass der Bundesrat in diesem Frühling eine Neuauflage der Strategie für die digitale Gesellschaft verabschieden werde.

Enge Verbindungen zwischen ETH und Deutschland

Merkel besuchte zusammen mit Schneider-Ammann unter anderem den Stand der ETH Zürich. ETH-Präsident Lino Guzzella zeigte den Gästen zum einen das Modell eines mobilen und kooperierenden Bauroboters, der die digitale Fabrikation direkt auf die Baustelle bringen soll.

Zum andern präsentierte er eine neue App des Game Technology Lab, dank der unbewegte, zweidimensionale Figuren eines Malbuchs plötzlich zu dreidimensionalem Leben erwachen, sobald sie ausgemalt werden. Wie die ETH Zürich mitteilte, ergriff Merkel zum grossen Vergnügen aller auch zum Farbstift und bewunderte ihre Figur auf dem Screen.

Der ETH-Präsident betonte die enge Verbindung zwischen Deutschland und der ETH. Stammten doch gegen 30 Prozent der Professoren und rund ein Viertel der Doktorierenden der ETH aus Deutschland. «Die ETH ist mit ihrem Land so eng verflochten, wie die Schweiz mit Europa – zum beidseitigen Vorteil», stellte Guzzella gegenüber Merkel fest.

Die Cebit wurde zuletzt stark auf Fachbesucher ausgerichtet, deswegen geht es in Hannover noch bis Freitag vor allem um Produkte für Unternehmen. Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges kündigte beim Merkels Rundgang an, der Konzern wollen sein Rechenzentrum in Biere bei Magdeburg, aus dem Cloud-Dienste für Firmen angeboten werden, um 150 Prozent erweitern.

 


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