Tod am Titlis

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Tod am Titlis

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Tod am Titlis

Ein Schweizer Basejump-Star starb, als er bei Nebel vom Titlis zur Herrenrüti fliegen wollte.

 

Mit über 2000 Sprüngen war Patrick Kerber einer der erfahrensten Wingsuit-Piloten der Schweiz. Am Sonntagnachmittag wollte der 35-jährige Basejumper bei dichtem Nebel vom Titlis zur Herrenrüti fliegen und prallte im Gebiet Bödmen am Boden auf. Er zog sich tödliche Verletzungen zu.
Trotz sofort eingeleiteter, grossangelegter Suchaktion sei der Verunfallte – ein erfahrener Basejumper – wegen der schlechten Witterungsverhältnisse erst am Montagmittag gefunden worden, teilte die Obwaldner Staatsanwaltschaft mit.
Im Einsatz standen die Kantonspolizei Obwalden, die alpine Rettungsstation Engelberg, die Rega, die Armee mit einem Superpuma und einem Wärmebildgerät sowie die Kantonspolizei Zürich mit einem Helikopter mit technischen Gerätschaften zur Ortung von Mobiltelefonen.
Kein Adrenalin-Junkie
Wieso Kerber trotz schlechten Wetters sprang, ist unklar. Noch im September 2013 sagte er gegenüber dem «Blick»: «Wenn ein Faktor nicht stimmt, dann breche ich sofort ab.» Das unterscheide ihn auch von einem grossen Teil der Basejumperszene. «Basejumping boomt im Moment», sagte Kerber. «Es ist kein Geheimnis, dass zur Zeit viele Dinge laufen, die mir nicht passen. Basejumping ist in der Schweiz legal, aber es gibt nicht wirklich Regeln. Jeder kann ein bisschen machen, was er will.»
Auch gegenüber «20 Minuten» beteuerte er, Vorbereitung sei für ihn sehr wichtig: «99 Prozent der Unfälle geschehen aus menschlichem Versagen. Deswegen ist mir auch so wichtig, dass ich bei meinen Absprüngen keinen Adrenalinkick habe, sondern fokussiert bin. Basejumper, die sterben, weil sie sich nicht gut genug vorbereitet haben, sind selber schuld.

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