Renten sollen schnell sinken

Renten sollen schnell sinken

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Der Pensionskassenverband fordert eine Senkung des Umwandlungssatzes für die Renten in der beruflichen Vorsorge. Die Umverteilung zwischen Jung und Alt müsse aufhören.

 

Gemäss der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) des Bundes fliessen derzeit 7,1 Milliarden Franken im Jahr von den Aktiven zu den Rentnern, wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Das sei nicht länger haltbar. Die BVG-Revision sei ebenso dringlich wie jene der AHV.

Um die Rentensenkungen abzufedern, schlägt ASIP eine prozentuale Erhöhung der Altersguthaben vor. Diese soll dezentral innerhalb der einzelnen Pensionskassen erfolgen und nicht über den Solidaritätsfonds.

Frauen-Rentenalter 65

Zudem fordert der Verband die schnelle Angleichung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre und als zweiten Schritt die Diskussion über eine Erhöhung. Die Berufsvorsorge sollte entpolitisiert werden. Sie hänge nämlich von Faktoren ab, welche die Politik nicht beeinflussen könne wie etwa Negativzinsen oder Alterung.

Anstelle des politisch festgelegten Umwandlungssatzes schlägt ASIP ein Sozialziel vor. Gegenwärtig ersetzen die Kassen den 2016 Pensionierten 41 Prozent des letzten Lohns. Sie liegen damit über der gesetzlichen Vorgabe von 34 Prozent. Selbst bei tieferen Umwandlungssätzen könnten sie dieses Ziel noch erreichen.

Die Verfassung schreibt vor, dass AHV und Pensionskassen die Fortsetzung des gewohnten Lebensstandards ermöglichen. Angestrebt dabei sind 60 Prozent des letzten Bruttolohns im gesetzlichen Lohnbereich von rund 85’000 Franken.

Politische Vorschläge bis im Frühling

Umwandlungssatz, Sparziele und Realzinsziel sollen anstelle der heutigen politischen Festlegung von der BVG-Kommission jährlich überprüft werden. Das soll aufgrund eines Bandbreitenmodells geschehen und die Kommission würde dem Bundesrat dann eventuelle Änderungsvorschläge unterbreiten. Im weiteren will ASIP bei der BVG-Revision den Kapitalbezug für Wohneigentum und Selbständigkeit sowie den Einmalbezug abschaffen.

Für die Revision des Berufsvorsorgesetzes sollen die Sozialpartner bis März oder April nächsten Jahres Vorschläge zuhanden des Parlaments erarbeiten. ASIP erwartet von ihnen, dass sie sich an diese Frist halten. Die Verknüpfung der Steuervorlage 17 mit der AHV dürfe nicht zu einer Verzögerung der BVG-Revision führen, mahnt der Verband.

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP ist ein Dachverband von 930 Pensionskassen. In diesen Kassen sind rund zwei Drittel der Versicherten der Berufsvorsorge mit einem Vermögen von 550 Milliarden Franken. (SDA)


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